Qualitätsmanagement
| Weitere Themen: [ISO 9001:2008] [QS 9000/VDA 6.1] [ISO/TS 16949] [HACCP] [LebensmittelhygieneVO] [International Food Standard] |
| Mit der ständig wachsenden
Verknüpfung europäischer und weltweiter Handelsbeziehungen sind
Unternehmen immer mehr gefordert, durch effiziente Qualitätsmanagementsysteme
ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Dies trifft
vor allem für das produzierende Gewerbe zu, kommt jedoch immer stärker
auch für die Dienstleistungsunternehmen zum Tragen.
Der Markt und vor allem der Kunde verlangen Unternehmensqualität und Systematik mehr denn je. Mittlerweile wird sehr oft die Auftragsvergabe vom Nachweis eines vorhandenen Qualitätsmanagementsystems abhängig gemacht. |
| Ein Qualitätsmanagementsystem, aufgebaut und eingeführt nach der Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff, ist weltweit anerkannt. Die Vorteile eines QM-Systems liegen auf der Hand. Neben internen Vorteilen, wie zum Beispiel strukturierte und systematisierte Prozessabläufe, Vermeidung von Fehlern und motivierte Mitarbeiter, ergeben sich auch externe Vorteile. Hier sind es vor allem die größere Wettbewerbsfähigkeit und die höhere Kundenzufriedenheit. Basierend auf der branchenunabhängigen 9000er - Normenreihe wurden demzufolge mittlerweile auch branchenspezifische Anforderungskataloge und Normen entwickelt, die in der Wertschöpfungskette umfassend vom Lieferanten zum Kunden Anwendung finden. Gerade in der Automobilindustrie werden von den unterschiedlichsten Gremien und Verbänden (VDA, IATF) den Lieferanten fortlaufend immer neue Normen und Standards aufs Auge gedrückt, die erfüllt werden müssen (z.B. QS 9000, VDA 6.1, ISO/TS 16949). Auch in der Lebensmittelbranche gibt es ein Managementsystem zur sicheren Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln (HACCP-Konzept), allerdings liegen hier auch gesetzliche Vorschriften zugrunde (LebensmittelhygieneVO), die ohnehin erfüllt werden müssen. |
| Der Ablauf bei der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems stellt sich wie folgt dar: |
| 1) | Beim Aufbau eines QM-Systems steht am Anfang die Bestandsaufnahme aller im Unternehmen bereits vorhandenen QM-Maßnahmen, um zu erfassen, wo das Unternehmen steht. | |
| 2) | Daraus ergibt sich dann der erforderliche Aufwand und die Ableitung von Maßnahmen, um ein geeignetes QM-System mit der entsprechenden Dokumentation aufzubauen. | |
| 3) | Nach der Umsetzung der Maßnahmen und Anwendung des Systems erfolgt eine erste interne Überprüfung und Bewertung. | |
| 4) | Der Aufbau und die Einführung des QM-Systems wird mit der Zertifizierung abgeschlossen. | |
| 5) | Durch regelmäßige interne und externe Audits wird das QM-System auf seine Wirksamkeit hin überprüft und dadurch auch kontinuierlich verbessert. |
| Unsere Leistungen: |
| J | Beratung und Unterstützung beim Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9000ff oder branchenspezifischen Richtlinien (z.B. QS 9000, VDA 6.1) | |
| J | Kontinuierliche Betreuung Ihres Unternehmens als externer Qualitätsbeauftragter | |
| J | Beratung bei der Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes | |
| J | Beratung und Unterstützung bei der Erstellung der erforderlichen QM-Dokumente | |
| J | Durchführung von Lieferantenaudits | |
| J | Erstellen von unternehmensspezifischen Checklisten und Durchführung interner Audits | |
| J | Beratung zur Anpassung Ihres QM-Systems an die DIN EN ISO 9001:2008 und praktische Tipps zu den neuen Anforderungen (z.B. Messung der Kundenzufriedenheit) | |
| J | Durchführung von Schulungen, Seminaren, Qualitätszirkeln und Workshops zum Aufbau eines QM-Systems | |
| J | Beratung und Unterstützung beim Aufbau eines integrierten Managementsystems |
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ISO 9001:2008 Die Normenreihe umfasst die vier Kernnormen :
Die Normen DIN EN ISO 9002 und DIN EN ISO 9003 entfallen, sie waren bereits in DIN EN ISO 9001:2000 und sind auch in DIN EN ISO 9001:2008 integriert. Die aktuelle DIN EN ISO 9001 wurde letztmalig im Jahr 2008 überarbeitet und ist seit Dezember 2008 veröffentlicht. Im Hinblick auf die Vorgängernorm (EN ISO 9001:2000) gibt es keine größeren Änderungen, meist geht es um Klarstellungen und Begriffserweiterungen (z.B. "gesetzliche und behörliche Anforderungen", "Kompetenz" anstelle von "Schulung", die Einführung des Begriffes "Risiko", die Definition des Begriffes "ausgegliederter Prozess" u.a.), und allgemein um die Verbesserung der Verständlichkeit des Normentextes. Neue bzw. zusätzliche Anforderungen wurden nicht zugefügt. Übergangszeitraum Es ist ein Übergangszeitraum von maximal 24 Monaten nach Veröffentlichung vorgesehen, in dem beide Versionen der Norm (2000 und 2008) gleichberechtigt angewendet werden können. Bis zum Ende des Übergangszeitraumes behalten bestehende Zertifikate ihre Gültigkeit.
Die wichtigsten Neuerungen der DIN EN ISO 9001:2008 |
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| 1) | Abschnitt 0.1: (s. auch 7.2.1): Stärkere Betonung der auf das Produkt anwendbaren gesetzlichen und behördlichen Anforderungen. | |
| 2) | Abschnitt 1.1: Das QM muss darauf achten, dass Im gesamten Produktentwicklungs- und -herstellungsprozess neben den Kundenanforderungen auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen beachtet werden. Der Begriff "Produkt" bezieht sich dabei sowohl auf die Endprodukte als auch auf die Zwischenergebnisse im Produktrealisierungsprozess. | |
| 3) | Abschnitt 4.1: Die Verantwortung für die Einhaltung der behördlichen oder gesetzlichen Anforderungen und die Erfüllung der Kundenanforderungen liegt auch bei ausgegliederten Prozessen beim organisationseigenen QM. Die Lenkung der ausagegliederten Prozesse muss festgelegt sein. Dabei liegt die Entscheidung, welche externen Dokumente gekennzeichnet und gelenkt werden müssen, bei der Organisation (Abschnitt 4.2.3). | |
| 4) | Abschnitt 4.2.4: Aufzeichnungen, die dem Nachweis der Konformität mit den Anforderungen des QM-Systems dienen (Auditpläne, Auditberichte) müssen gelenkt werden. | |
| 5) | Abschnitt 5.5.2: Die oberste Leitung des zu zertifizierenden Unternehmens muss künftig ein Leitungsmitglied bestimmen, das die Verantwortung für die Verwirklichung des QM-Systems übernimmt und sie muss nachweisen, wie sie dieser Verpflichtung gerecht wird. | |
| 6) | Abschnitt 6.2.2: Personal, dessen Tätigkeiten die Erfüllung der Produktanforderungen beeinflusst, muss durch Schulung und Ausbildung befähigt werden, die erforderliche Kompetenz zu erlangen. | |
| 7) | Abschnitt 6.4: Der Anwendungsbereich der Norm erweitert sich auf die Arbeitsumgebung, d.h. die Bedingungen, die direkt oder indirekt die Produktqualität beeinflussen (physikalische, ökologische und andere Faktoren, z.B. Lärm, Temperatur, Feuchtigkeit, Beleuchtung, Wetter). | |
| 8) | Abschnitt 7.2.1: Tätigkeiten nach der Lieferung (z.B. Recycling, Wartung) müssen mit beachtet werden. | |
| 9) | Abschnitt 7.3.1: Prozesse in der Entwicklung können einzeln oder in Kombination ausgeführt werden. | |
| 10) | Abschnitt 7.5.4: Geistiges Eigentum und personenbezogene Daten gehören zum Eigentum des Kunden (Datenschutz). | |
| 11) | Abschnitt 8.2.3: Prozesse müssen auf ihre Auswirkungen auf Konformität (Produkt) und Wirksamkeit (QMS) überwacht werden. Die Prozessmessung ist auf Effektivität ausgerichtet. |
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Struktur Die Struktur der DIN EN ISO 9001:2008 ergibt sich aus dem prozessorientierten Ansatz: Nach den allgemeinen einführenden Kapiteln 0 - 3 (Einleitung, Anwendungsbereich, Begriffe) folgen die wesentlichen Nachweisforderungen mit den Kapiteln |
| 4. | Qualitätsmanagementsystem mit allgemeinen Forderungen und allgemeinen Forderungen zur Dokumentation | |
| 5. | Verantwortung der Leitung mit z. B. Verpflichtung der Leitung, Kundenorientierung, Qualitätspolitik und Planung und Managementbewertung | |
| 6. | Management von Ressourcen mit z.B. Personal, Einrichtungen und Arbeitsumgebung | |
| 7. | Produktrealisierung mit z.B. kundenbezogene Prozesse, Entwicklung und Produktion und Dienstleistungserbringung | |
| 8. | Messung, Analyse und Verbesserung mit z.B. Messungen der Produkte und Prozesse, Messung der Kundenzufriedenheit, Analyse der Daten und Verbesserung |